Schwerter und Magic: Das passt wie Infinite und Mana. Sie sind stark, passen als Equipment in jedes Deck und tauchen in allen Formaten auf. Zeit, das Schwert zu preisen, denn der Pflug hat ausgedient.

Wer ein Schwert trägt, hat Macht – das gilt für´s Mittelalter ebenso wie für “Magic: The Gathering”. Dabei hat es keinen einheitlichen Verwendungszweck. Im Krieg ist der Nutzen eindeutig: Das Schwert soll seinen Träger schützen und den Gegner besiegen. Aber auch nach der Schlacht, haben Schwerter einen ganzen Strauß an Bedeutungen.

Richtschwert und Statussymbol

Der Kaiser des Heiligen Römischen Reichs trug das Reichsschwert nicht, weil er damit seinen Hofstaat meucheln wollte, sondern als Teil der Insignien seiner Macht. Vervollständigt wurden sie durch Reichsapfel und die Reichskrone.

Der Henker benutzte sein Richtschwert als Arbeitswerkzeug. Anders als das Reichsschwert galt das Richtschwert als unehrlich und schmutzig. Es durfte nicht im ehrenhaften Kampf geführt werden. Hinrichtungen mit dem Schwert wurden in Europa bis ins 19. Jahrhundert durchgeführt.

Der Samurai führt wohl das coolste aller Schwerter, das “Katana”. Spätestens seit Tarantinos “Kill Bill” hat das “Katana” Kultstatus und steht für tödliche Eleganz. Weitgehend unbekannt ist, dass das Tragen dieses Schwertes streng reglementiert war. Wer die Zeichen deuten konnte, wusste sofort, ob ein Samurai zum Tee kam oder in böser Absicht.

Magische Schwerter sind im Vorteil

So vielfältig wie Magic selbst: So beeindruckend die Schwerter in der Geschichte auch waren, “Magic” legt einen drauf. Das liegt vor allem am Fantasy-Setting. Regeln sind für Anfänger, wir haben magische Schwerter mit tollen Effekten und wunderschönen Artworks. Das Tolle daran: Je nachdem, wer die Schwerter spielt und womit sie kombiniert werden, unterscheidet sich das Spiel grundlegend.

Kombo-Potenzial: Wenn Thrun, the Last Troll ein Sword of the Meek schwingt und eine Thopter Foundry liegt, ist der erste Gedanke wahrscheinlich: “Öhm… kreatives Deck.” Wenn in Modern aber Urza liegt und dann die Foundry + Schwert kommen, gibt es dank komplizierter Mechaniken unendlich viele Thopter und Leben. Wie genau das funktioniert, dürft ihr einen Commander-Spieler nicht fragen.

Das gewisse Etwas: Spieler lieben Schwerter und packen sie auch dann in Decks, wenn es nicht dem optimalen Build entspricht. Es geht schließlich nicht nur um den Sieg, sondern um den Style. Avacyn, Angel of Hope und ein Worldslayer erschaffen mehr Erinnerungen als Thassa’s Oracle.

Gute Schwerter sind teuer

Loch im Geldbeutel: Gerade die teuren Klingen wie das Sword of Feast and Famine oder das Sword of Fire and Ice bringen ordentlich Power. Dafür schneiden sie aber auch ein Loch in euer Portemonnaie. Je nach Modell und Edition kostet ein Playset schonmal so viel wie ein VIP-Booster. Skandalös! Umso besser, dass zumindest das “Sword of Fire and Ice” in “Double Masters” einen Reprint erfährt. Und was für einen!

Sieht aus wie Dark Souls, ist aber Magic.

“Sieht aus wie Dark Souls, ist aber Magic.”

Da geht noch mehr, Wizards! Schön wäre es, wenn zumindest das “Sword of Feast and Famine” reprinted würde. Zum einen ist es verdammt stark, zum anderen ist auch hier der Preis in den vergangenen Jahren ordentlich gestiegen. Und da “Double Masters” wohl eher als “Artifact Masters” in die Geschichte eingehen wird, würde es auch thematisch gut passen. 

Ikonisch, kantig, gut: Gerade weil Schwerter gut aussehen und sich gut anfühlen auf der Hand und auf dem Spielfeld, brauchen wir mehr davon. Das Verlieren gehört zu “Magic”, wahrscheinlich in stärkerem Maß als das Gewinnen. Aber es geht um das wie und da gibt es eindeutig schlimmere Tode als von einem wilden Troll verprügelt zu werden, der kaum noch laufen kann, weil er sechs Schwerter trägt.

“Come at me Bro!”

PS: Im Laufe des heutigen Tages kam die Info, dass “Sword of Feast and Famine” reprintet wird.

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Categories: Sammler

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