“Was machst du da?”, fragte der Spieler, der vor dem Onslaught-Release aufgehört, den das Magic-Fieber aber erneut gepackt hatte. “Ja, wie gesagt, ich fetche jetzt mal, kennst du das nicht, oder wie?”, entgegnete sein Gegenüber. Der alte, neue Spieler machte große Augen, als er sah, welche Karte sein Widersacher für das sogenannte Fetch Land aus dem Deck holte: ein Volcanic Island. “Die Karte brauch ich!”, gab er zu Protokoll. “Welche? Das Fetch oder das Dual Land?”, fragte sein Gegner überrascht. “Na, die Dual Lands hab ich natürlich alle, aber das was du da gerade gemacht hast, sketchen oder wie das heißt. Ich will das auch machen, das ist mega!”, äußerte sich der “Magic-Experte” begeistert. “FETCHEN heißt das, F-E-T-C-H-E-N, wir sind doch hier nicht im Kabarett”, gab der glückliche Volcanic-Island-Besitzer ungläubig von sich …

… und wenn sie nicht gestorben sind dann fetchen sie noch heute.

Fetch-Länder kennen wir schon seit Mirage. Damals noch ohne das Bezahlen eines Lebenspunkts, dafür aber getappt ins Spiel kommend, schafften Fetch Lands ihren Durchbruch spätestens mit dem Erscheinen von Onslaught. Sie veränderten das Spiel erheblich und hatten immensen Einfluss auf die meisten Formate. So konnte man sich nun bereits im ersten Zug ein Dual Land aus der Bibliothek suchen. Es öffneten sich nie zuvor dagewesene Möglichkeiten.

Die Fetch Lands aus Onslaught revolutionierten das Spiel.

Die Länder sind natürlich auch heutzutage noch heiß begehrt – zurecht. Das spiegelt sich (leider) auch in den Preisen wider. Sind die Länder aus Khans of Tarkir noch recht erschwinglich, muss man für Karten aus Onslaught und vor allem für die Enemy-Color-Fetch-Lands aus Zendikar tiefer in die Tasche greifen. Einen Reprint in einem normalen Set gab es nicht mehr. Wizards of the Coast brachte stattdessen eine Secret-Lair: Ultimate Edition auf den Markt. Ob das aufgrund des stolzen Preises unbedingt sein musste, sei mal dahingestellt, vereinzelte Spieler und Sammler werden sich daran sicherlich erfreuen.

Die Fetch Lands aus Zendikar – um einiges teurer als die “Originale” aus Onslaught.

Der Kauf dieser Länder lohnt sich natürlich trotzdem, vor allem wenn es in Richtung Competitive Magic geht. Natürlich besteht immer die Gefahr eines Reprints und dem daraus resultierenden Preisverfall. Dennoch wiegt der Spielspaß, den man mit diesen Ländern hat, die Nachteile zum Großteil auf.

Die günstigsten Versionen der Fetch Lands finden sich in Khans of Tarkir.

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